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„Führung ist wie Hausfrauenarbeit“ …
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sagt der renommierte Psychologe Gunter Schmidt. Wenn Staub auf dem Boden liegt oder kein Essen auf dem Tisch steht, wird gemeckert. Schalten Hausfrauen oder Hausmänner jedoch den Staubsauger an, nervt der Lärm. Und selbst wenn das Essen pünktlich auf dem Tisch steht, gibt es eher Kommentare zum Einsatz von Salz und Pfeffer, als dass gelobt wird.
Bisherige Bilder von Führung stoßen an Grenzen Das häufig verwendete Bild von Führungskräften als „stolze Kapitäne“ und der Vergleich mit dem Steuern von Schiffen hält die Autorin Ruth Seliger („Dschungelbuch der Führung“) nicht zuletzt deshalb für irreführend. Denn Führen ist viel eher ein Phänomen, das zwischen Menschen und in Organisationen entsteht, als ein Prozess mit einer klaren Ursache-Wirkungs-Beziehung.
Gerade bei der komplexen Aufgabe Beratung und in einem aktuell sehr veränderlichen und (z.B. je nach Produktionsrichtung) diversen Umfeld, ist es entscheidend, bisherige Leitbilder von Führung zu hinterfragen. Verlässt man sich vor allem auf den Führungsprozess top-down über klassische Hierarchien, führt dies häufig zu einer systematischen Überschätzung der Möglichkeiten von Menschen an der Spitze. Es entsteht Überforderung und oft Entscheidungsstau. Die Anpassungsreaktionen der Organisation sind zu langsam und zu undifferenziert. Auch aus diesem Grund ist in manchen Organisationen mit vorwiegend hierarchischer Führungskultur hinter der „Schau-Seite“ viel Laissez faire und wenig Führung zu beobachten.
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Führung muss – gerade in der Wissensarbeit – von allen Seiten kommen:
- Von innen (Selbstführung), denn Beratungssituationen sind viel zu komplex und individuell, als dass Beratungserfolg vor allem über Dienstanweisungen und/oder Prozessbeschreibungen gesichert werden könnte.
- Von der Seite (Laterale Führung), denn im Alltag erhalten die meisten Berater:innen auch in traditionellen Organisationen viel mehr Feedback und Impulse von ihren (hierarchisch gleichgestellten) Kolleg:innen als von ihren Vorgesetzten.
- Von oben (Hierarchische Führung) bzw. vielleicht wäre der unbelastetere Begriff von hinten, denn funktionale Führungskräfte sollten vor allem (wie gute Hausmänner und Hausfrauen) hinter ihren Mitarbeiter:innen stehen und den Haushalt gut führen, damit diese draußen bei den Kunden erfolgreich sein können. Und: Die Führungsimpulse von den verschiedenen Seiten müssen analysiert, integriert und mit den Zielen und der Strategie der Organisation abgeglichen werden.
- Und nicht zuletzt von unten (bzw. von vorne), denn ohne ein Feedback der Geführten zur Führung und ohne aktive Anregungen und Fragen derjenigen, die tagtäglich draußen bei den Kund:innen unterwegs sind, entsteht weder ein tragfähige Führungsbeziehung noch haben die Führungskräfte einen Überblick und die notwendigen Infos, um Entscheidungen zu treffen oder zu delegieren.
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Folgt man diesen Erkenntnissen, dann berührt dies auch die manchmal liebgewonnene Komfortzone der Mitarbeitenden: Führung ist nicht nur eine Bringschuld der Führenden sondern auch eine Holschuld der Geführten. Folgende Fragen können helfen, um als Mitarbeiter:in Führung "abzuholen".
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9 Fragen zur „Führung von unten“
- Welche Entwicklungen und Veränderungen sollten wir aus Sicht der Organisation und der Kund:innen in den nächsten Jahren aktiv vorantreiben? Was gilt es zu bewahren bzw. abzusichern?
- Welche externen Entwicklungen (Markt, Kunden, Technologie, Gesellschaft, Politik/Gesetzgebung) stellen für uns eine Chance bzw. ein Risiko dar? Wie reagieren wir darauf?
- Woran würdest du/würden andere erkennen, dass ich zu diesen Entwicklungen einen wertvollen Beitrag leiste?
- Woran erkennst du, ob ich als Berater:in im Tagesgeschäft einen guten Job mache oder nicht?
- Was sind aus deiner Sicht meine wichtigsten Kernaufgaben? Wie soll ich im Groben meine Zeitanteile dafür aufteilen?
- Was ist dir bzw. ist euch im Team in der Zusammenarbeit wichtig? Womit würde ich dich bzw. andere begeistern oder auch ärgern?
- Wen im Team spreche ich für was an? Für welche Themen und bei welchen Begebenheiten bist du mein Ansprechpartner?
- Wie sollen wir den Austausch gestalten, damit er für dich gut leistbar ist? (Was schriftlich, was lieber mündlich? Spontan oder lieber Fragen sammeln und Regeltermin?)
- Wann (und ggfs. mit wem noch) können wir meine Arbeit und unsere Zusammenarbeit reflektieren, damit ich ein Feedback bekomme?
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Konkret bedeutet das aber auch: Führung muss von allen reflektiert und Führungskompetenz muss auf allen Ebenen
(weiter-) entwickelt werden. Nicht zuletzt qualifizieren sich BeraterInnen dadurch auch in einem Kompetenzfeld, welches auf den Betrieben heute eine zentrale Stellschraube für Erfolg und Misserfolg ist.
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Unser Angebot dazu:
- Selbst- und Zeitmanagement als Berater/in (CECRA 5)
- Führen von Teams (CECRA 3)
- Strategieklausuren (Angebot auf Anfrage)
- Teamworkshops zur Reflexion von Zusammenarbeit und Führung (Angebot auf Anfrage)
- Coaching in Führungsfragen (Angebot auf Anfrage)
- Zertifikatslehrgang für Führungskräfte: Management in ländlichen Beratungsorganisationen; neuer Durchgang voraussichtlich 2025/2026 (nähere Infos auf Anfrage)
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Sich gut selbst führen im Arbeitsalltag!
Selbst- und Zeitmanagement Offenes Online Seminar für Berater:innen, Projektmitarbeiter:innen in Verbänden und Organisationen. Das Seminar ist im Rahmen von CECRA akkreditiert. 17. und 24.9.24, jeweils ganztägig von 8:30 Uhr bis 16:00 Uhr Anmeldung und Infos bei Nicole Maier: nicole.maier@entra.de
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neuer Start der Reihe 2024
Ausbildung zum systemischen Coach für die Landwirtschaft
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Start der neuen Ausbildungsreihe zum systemischen Coach 2024/2025 Modul 1: 25. bis 27. Juni 2024 Mehr dazu gibt's hier: landwirtschaftliche Coachingausbildung
Die Ausbildung findet in Kooperation mit der Andreas Hermes Akademie statt. Die Module werden für die CECRA-Zertifizierung anerkannt. Anmeldung und Infos bei Marietheres Förster, Tel.: 0228 – 9192928 |
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Ausbildung zum systemischen Coach
Start der neuen Ausbildungsreihe 2024
erster Termin: 25.-27.06.2024 Infos unter: landwirtschaftliche Coachingausbildung Die Termine für die nachfolgende Ausbildungsreihe (2025/2026) stehen auch schon und können gerne nachgefragt werden! |
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Selbst- und Zeitmanagement CECRA Modul 5 17. und 24.09.24 Anmeldung und Infos bei Nicole Maier: nicole.maier@entra.de
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Ihr Kontakt: Nicole Maier
Tel.: +49 (6302) 9239-22 E-Mail: nicole.maier@entra.de |
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Kontakt Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme. Koordination im Team: Maria Lotter Tel 0821 66 109 100 entra Büro Winnweiler: Nicole Maier Tel 06302 9239-22 Datenschutz | Impressum | AGB Sie möchten unseren Newsletter in Zukunft nicht mehr erhalten? Dann melden Sie sich einfach über diesen Link ab: Abmelden
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